Frankreich Individuell

Küstenreise · 8 Tage · ab 2.090 €

Normandie —Äpfel & Atlantik

Honfleur, Etretat, Calvados-Orte und die Landungsstrände — weiche Luft, harte Küste, schwarze Milch. Eine Reise durch eine Normandie, die nach Apfel, Butter und Salz schmeckt und deren Himmel sich siebenmal am Tag neu erfindet.

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Die Kreidebögen von Étretat — der Wind trägt Salz und Geschichten vom Kanal.

In der Normandie schmeckt das Meer
nach Apfel und nach Zeit.

Eine Küste, die weich und hart zugleich ist — Kreidebögen, die der Kanal in Jahrtausenden geschnitten hat, und dahinter eine Erde, auf der Bäume stehen, die seit dem Mittelalter Äpfel tragen.

Die Geschichte

Acht Tage zwischen Himmel und Erde

Die Normandie ist kein Postkartenmotiv — sie ist eine Landschaft, die sich mit jedem Stundenschlag verändert. Hier ist die Geschichte, wie wir sie für euch schreiben.

Tag 1–2 · Honfleur

Wo Monet den Hafen malte

Wir beginnen in Honfleur, einem Hafenstädtchen, das so klein ist, dass man es in einer Stunde umrundet — und doch so reich, dass man eine Woche darin verbringen könnte. Die Boote liegen noch immer so im Wasser, als säßen sie Modell für Monet, der hier 1886 den Hafen malte und die Farben nie wieder losließ.

Wir essen in einem Lokal am Kai, in dem die Speisekarte nur drei Gerichte hat — aber jedes davon schmeckt nach Meer und nach dem Morgen, an dem der Fischer die Sole gebracht hat. Am Nachmittag gehen wir durch die Gassen, die schmal sind wie ein Atemzug, und ich erzähle euch von den Seefahrern, die von hier nach Québec aufbrachen und die Sprache der Normandie nach Nordamerika trugen.

Tag 3–4 · Pont-l'Évêque

Ein Branntwein aus dem Jahr 1979

In einem Calvados-Keller bei Pont-l'Évêque, den ihr alleine nie finden würdet, steigt eine Treppe in die Erde hinab. Dort stehen Eichenfässer, in denen Apfelbrand reift — manche seit Jahrzehnten. Der Kellermeister, ein Mann, der die Apfelbäume seines Vaters noch mit Namen kennt, führt uns durch dunkle Gänge und öffnet ein Fass, in dem ein Branntwein reift, der 1979 destilliert wurde — als die Apfelernte außergewöhnlich gut war.

Wir probieren ihn im Schein einer Lampe, die kaum hell genug ist, um die Gläser zu sehen. Er schmeckt nach Apfel, nach Holz und nach etwas, das sich nicht benennen lässt — nur spüren. Dazwischen essen wir Camembert, der aus einem Dorf kommt, das zehn Kilometer entfernt liegt, und der so weich ist, dass er auf dem Brot zerfließt wie eine Erinnerung.

Tag 5 · Étretat

Der Wind trägt Geruch vom Kanal

In Étretat stehen wir über den Kreidebögen, die der Atlantik in Jahrtausenden in die Küste geschnitten hat. Der Wind trägt Geruch vom Kanal — Salz, Tang und etwas, das nach Ferne schmeckt. Wir gehen den Pfad entlang, der oben auf den Klippen verläuft, und kommen an einer Kapelle vorbei, die so klein ist, dass nur zehn Menschen hineinpassen.

Am Abend sitzen wir in einem Gasthaus in Étretat und essen Moules-frites, die in einem Topf kommen, der so groß ist, dass zwei davon satt werden. Der Wein dazu ist ein Muscadet, der nach Stein schmeckt — nicht nach Blume, nicht nach Frucht, sondern nach dem Boden, auf dem die Reben stehen.

Tag 6–7 · Die Landungsstrände

Stille, die laut ist

Die Landungsstrände sind heute still. Der Sand ist weich, das Wasser ruhig, und doch spürt man, dass hier im Juni 1944 etwas geschah, das die Welt veränderte. Wir gehen an Omaha Beach entlang, und ich erzähle euch von den Männern, die hier kamen und nicht wussten, ob sie den Abend erleben würden.

Wir besuchen den amerikanischen Friedhof bei Colleville-sur-Mer, wo 9.387 Kreuze in Reihen stehen, die so gerade sind wie die Horizontlinie. Es ist kein Ort für Worte — wir gehen schweigend durch die Reihen und kommen verändert zurück. Am Nachmittag trinken wir in einem Café in Arromanches einen Kaffee und blicken auf die Überreste des Mulberry-Hafens, den die Alliierten hier im Wasser montierten — ein Hafen, der aus England kam und nur für diesen einen Sommer stand.

Tag 8 · Rückweg

Schwarze Milch und ein Apfelbaum

Am letzten Tag fahren wir durch das Pays d'Auge, die Landschaft, in der die Apfelbäume stehen wie ein Gebet. Wir halten an einem Hof, auf dem eine Bäuerin Butter macht — nicht für den Markt, sondern für ihre Familie. Sie lässt uns probieren, und die Butter schmeckt nach Salz und nach Gras, und ich kaufe einen Laib, den ich in Lyon noch essen werde.

Dann essen wir in einem Wirtshaus eine schwarze Milch — einen Crème fraîche, die so dick ist, dass der Löffel darin steht. Davor gibt es Omelette normande, die in einer Pfanne kommt, die so alt ist wie das Haus. Am Nachmittag fahren wir nach Rouen, wo Jeanne d'Arc verbrannt wurde, und gehen durch Gassen, die schmal sind wie ein Versprechen. Die Reise endet nicht hier — sie endet, wenn ihr zu Hause den ersten Apfel esst und ihn riecht und seht, wie der Atlantik in seinen Schalen steht.

Acht Tage, acht Orte

Die Stationen eurer Reise

Jede Station ist ein eigener Tag — mit Adressen, Begegnungen und Adressen, die wir nur mündlich weitergeben.

  1. Tag I

    Honfleur — Ankommen am Hafen

    Das Hôtel des Pavillons bezieht ihr am Nachmittag; beim Abendessen im Lokal am Kai probieren wir die ersten Sole.

    Honfleur

  2. Tag II

    Honfleur — Auf Monets Spuren

    Ein Stadtrundgang durch die Gassen und eine Bootsfahrt auf der Seine-Mündung, wo der Fluss salzig wird.

    Honfleur

  3. Tag III

    Pont-l'Évêque — Der Calvados-Keller

    Privatbesuch bei einem Brenner, dessen Familie seit fünf Generationen Apfelbrand destilliert. Probe von 1979 und 1994.

    Pays d'Auge

  4. Tag IV

    Camembert & Beuvron-en-Auge

    Wir besuchen eine Camembert-Dienerin und essen Mittag in einem der schönsten Dörfer Frankreichs.

    Calvados

  5. Tag V

    Étretat — Kreidebögen und Klippenpfad

    Drei Stunden Wanderung auf dem Klippenpfad; am Abend Moules-frites und Muscadet im Hafen.

    Côte d'Albâtre

  6. Tag VI

    Omaha Beach & Colleville-sur-Mer

    Der amerikanische Friedhof, die Überreste des Mulberry-Hafens in Arromanches und ein Mittag in Bayeux.

    Calvados

  7. Tag VII

    Rouen — Jeanne d'Arc und gotische Gassen

    Die Kathedrale, die Monet dreißigmal malte, und der Marktplatz, auf dem Jeanne verbrannt wurde.

    Rouen

  8. Tag VIII

    Pays d'Auge — Apfelbäume und Abschied

    Ein letzter Hofbesuch mit Butterprobe, Omelette normande und einer Crème, in der der Löffel steht.

    Pays d'Auge

In Kürze

Eckdaten dieser Reise

Was euch erwartet — in Zahlen, die ihr behalten könnt.

Dauer

8 Tage

7 Übernachtungen

Preis

ab 2.090 €

pro Person im Doppelzimmer

Reiseart

Küstenreise

Mietwagen & kurze Etappen

Beste Zeit

Mai–Sept

Juni für die Apfelblüte

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Wir antworten innerhalb von drei Werktagen — mit einer ersten Skizze, die zu euch passt.

So läuft es: Ihr nennt Zeitraum und was euch vorschwebt — wir prüfen, was geht und was sich lohnt, und schicken euch eine erste Skizze. Unverbindlich, bis der Plan steht. Jede Reise ist einzeln geschrieben — wir führen keine Gruppenreisen.

Individuell heißt individuell: Mögt ihr länger bleiben? Eine andere Region dazu? Einen Tag mehr am Strand? Sagt es uns — wir bauen die Reise um, bis sie passt.

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