Frankreich Individuell

Burgund —Mönche & Terroir

Wein & Kultur · 5 Tage — von Dijon durch die Côte de Nuits bis nach Beaune: Zisterzienser-Abteien, Weinberge und Caves. Die stille Erde, aus der die großen Weine wachsen. Eine Reise, die auf Verstehen statt auf Verkostung steht.

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Die Côte de Nuits im Morgennebel — die Mönche von Cîteaux haben diese Parzellen vor 900 Jahren vermessen.

Burgund ist keine Reise —
Burgund ist ein Verstehen.

Fünf Tage lang gehen wir durch eine Landschaft, die vor 900 Jahren von Mönchen geordnet wurde — und die seitdem fast unverändert geblieben ist.

Die Geschichte

Als die Mönche die Erde vermessen

Im Jahr 1098 gründete Robert de Molesme ein neues Kloster in einem sumpfigen Tal bei Dijon. Er wollte zurück zur strengen Regel des heiligen Benedikt — weg vom Reichtum, hin zur Arbeit. Das Kloster hieß Cîteaux, und aus ihm entstand der Zisterzienserorden, der das Burgund für immer veränderte.

Die Mönche von Cîteaux rodeten Wälder, entwässerten Sümpfe und legten Weinberge an. Sie erkannten, dass die Erde nicht überall gleich ist — dass ein Streifen Boden, nur hundert Meter vom nächsten entfernt, einen anderen Wein hervorbringt. Sie umzogen die besten Parzellen mit Mauern und gaben ihnen Namen, die bis heute gelten: Clos de Vougeot, Clos de Tart, Clos Saint-Denis. Diese Mauern stehen noch. Diese Namen stehen noch. Und der Wein, der daraus wächst, schmeckt nach neun Jahrhunderten Sorgfalt.

Wir gehen durch diese Weinberge, legen die Hand auf die alten Steinmauern und steigen hinab in Caves, die kühler sind als jeder Weinkeller der Welt. Ein Winzer in Gevrey-Chambertin erzählt uns vom Jahrgang 2008 — dem Jahr, in dem seine Familie fast alles verloren hätte und ein einziger Fass den Betrieb rettete. Burgund, sagt er, sei kein Beruf. Burgund sei ein Gelübde. Und nach fünf Tagen verstehen wir, was er meint.

900

Jahre Weinbautradition

1247

Parzellen klassifiziert

33

Grand-Cru-Lagen

5

Tage, die euch verändern

Tag für Tag

Fünf Tage, fünf Stationen

Von Dijon über die Côte de Nuits bis nach Beaune — jede Station ein eigenes Terroir.

Tag I

Dijon — Marktplatz & Senf

Wir kommen an in Dijon, der alten Hauptstadt der Herzöge von Burgund. Auf dem Les Halles-Markt, den Architekt Louis-Bernard Zysberg entworfen hat, kaufen wir Brot, Käse und einen Senf, der in Dijon seit 1634 gerührt wird.

Abends essen wir in einem Bouchon nahe der Kirche Saint-Philibert — Gougères, Boeuf Bourguignon und einen Pinot Noir, der im Glas nach Himbeere und Waldboden schmeckt.

Tag II

Cîteaux — Wo alles begann

Wir fahren nach Cîteaux, zum Mutterkloster des Zisterzienserordens. Pater Antoine führt uns durch die Bibliothek, in der 12.000 Manuskripte lagern — darunter ein Pergament aus dem Jahr 1112, das die ersten Weinberg-Parzellen verzeichnet.

Am Nachmittag gehen wir durch die umliegenden Felder, auf denen die Mönche die Erde vermessen und in Parzellen geteilt haben, die bis heute die Grundlage der burgundischen Klassifikation bilden.

Tag III

Côte de Nuits — Die Grand Crus

Von Gevrey-Chambertin bis Vosne-Romanée gehen wir durch die berühmtesten Weinberge der Welt. Wir legen die Hand auf die Steinmauer des Clos de Vougeot, der seit 1110 von Mönchen umzogen ist, und stehen über Lagen, deren Namen in jeder Weinkarte der Welt stehen.

In Gevrey-Chambertin empfangt uns der Winzer Pierre Leroi in seiner Cave — 14 Grad, feucht, still. Er öffnet eine Flasche aus dem Jahrgang 2008 und erzählt, wie ein einziger Fass seine Familie durch eine Krise getragen hat.

Tag IV

Côte de Beaune — Chardonnay & Licht

Die Côte de Beaune ist heller, weicher — hier wächst der große weiße Chardonnay: Meursault, Puligny-Montrachet, Chassagne-Montrachet. Wir besuchen eine Domaine, auf der seit 1739 dieselbe Familie anbaut, und kosten einen weiße Burgunder, der nach Butter, Haselnuss und Feuerstein schmeckt.

Am Nachmittag spazieren wir durch die Weinberge von Pommard, in denen der Boden rötlich ist und der Wein dunkler und kräftiger wächst als anderswo in Burgund.

Tag V

Beaune — Hospices & Abschied

In Beaune stehen die Hospices de Beaune — ein Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert, dessen bunter Dachziegel zu den schönsten der Welt gehört. Jedes Jahr im November wird hier der berühmte Weinmarkt veranstaltet, bei dem die Weine der Domaine der Hospices versteigert werden.

Wir schließen die Reise mit einem Mittagessen im Le Bistrot Bourguignon ab — Escargots, Coq au Vin und ein letzter Pinot Noir, der nach allem schmeckt, was wir in fünf Tagen verstanden haben.

Im Burgund ist die Erde das Buch — und der Wein ist ihre Stimme.
Pierre Leroi, Winzer in Gevrey-Chambertin — Domaine seit 1762

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Burgund ist eine Reise für Menschen, die verstehen wollen, was im Glas steht. Wir planen sie für euch — nach Termin, nach Budget, nach Geschmack.

Was inklusive ist: 4 Übernachtungen in charmanten Domainen und kleineren Hotels, 5 geführte Weinbergswanderungen, 3 Privatkostproben mit Winzern, Eintritte für Abteien und Hospices, ein Reisebegiter vor Ort, 24-Stunden-Notrufnummer und ein Wochenbrief mit den besten Adressen der Region.

Reisezeit: September bis Mitte Oktober für die Lese, oder Mai bis Juni, wenn die Weinberge grün sind und die Caves noch still sind, bevor der Sommer die Besucher bringt.

ab 1.980 € pro Person im Doppelzimmer — Einzelzimmerzuschlag 280 €.

Maximal 6 Reisende — die Besuche bei den Winzern sind privat, und in den Caves ist der Platz begrenzt. Für größere Gruppen können wir separate Termine vereinbaren.

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